Hundehalter und ihre Vierbeiner haben es nicht immer einfach in der heutigen Umwelt und Gesellschaft. Sie müssen sich immer wieder verschiedenen Problemen stellen, die zum Teil aus der Abstammung und Geschichte des Hundes kommen, aber auch von den oft zu hohen oder völlig unpassenden Anforderungen, welche Menschen an die Hunde stellen. Es gibt Menschen, die haben nicht verstanden was der Hund ist. Er ist weder ein Kuscheltier noch ein Sportgerät, sondern er ist ein soziales Rudeltier, welches auf klare soziale Strukturen und eine Rangordnung angewiesen ist und vom Laufraubtier Wolf abstammt.

Beim Menschen beginnen die Probleme meist schon mit der Wahl des Hundetypus/Rasse und mit der Vorstellung des Hundehaltens. Es ist für einen Laien recht schwierig heraus zu finden, was es denn mit den einzelnen Rassen auf sich hat. Denn oft sind weder Bücher, Züchter noch das Internet hilfreich, weil sie vor allem aufzeigen, wann die eine oder andere Rasse anerkannt wurde und wie diese dann auszusehen hat. Manchmal wird der Charakter der jeweiligen Hunde einer Rasse beschrieben. Wie die Verfasser dieser Texte auf diese Ideen der Charakteren kommen, ist uns allerdings schleierhaft. So wären dann also fast alle Hunde tolle Familienhunde und kommen super mit Kindern klar…, um nur ein Beispiel zu nennen.

Na ja, worauf man wirklich achten sollte, ist nicht das Aussehen des Hundes, auch nicht auf die Rasse, sondern viel eher auf die Gesundheit und den Hundetypus, was sich aus der Frage ergibt, für welchen Zweck der Hund einst gezüchtet und gebraucht wurde. Wenn ich zum Beispiel einen Hund möchte, der mit ins Büro kommen soll und ich nicht grad eine Sportkanone bin, also eigentlich einfach nur einen Begleiter für den Alltag möchte, ist es unpraktisch, wenn ich mir einen Terrier kaufe, nur weil der klein ist. Da hätte ich wahrscheinlich eher Schwierigkeiten, weil ein Terrier, bedingt durch seinen früheren Job beim Jagen (Fuchs/Dachs, aber auch andere Tier), sehr aktiv und dickköpfig ist, schnell in hohe Erregungslage fällt und bei Stress am ehesten die Lösungsstrategie fight wählt. Der Terrier wäre also trotz seiner praktischen Grösse ungeeignet für die ruhige Person im Büro, dafür sehr geeignet für die sportliche, aktive und durchsetzungsfähige Person. Also über dieses Thema könnte man ein ganzes Buch schreiben…

Nun läuft es mit dem Menschen‘s Best Friend oftmals nicht genau so, wie sich dies der Zweibeiner vorgestellt hat. In unserer schnelllebigen Zeit ist dann oftmals rasch entschieden, dass der Hund krank oder verhaltensgestört sei und es deswegen für alle das beste sei, den Hund einzuschläfern. Der Mensch entscheidet also einfach ganz willkürlich über Leben und Tod. Das kann doch nicht richtig sein! Wieso soll der Mensch in dieser gottesähnlichen Position sein? Weil er der klügste, beste und fortschrittlichste im Universum ist? Glaubst du dies wirklich? Der Mensch tötet hilflose, treue Tiere, die er meist selbst zu dem gemacht hat, was sie jetzt sind. Dabei könnte man den Tieren in 99,9% der Fälle helfen und bei den meisten wäre schon vieles wieder in Ordnung, würde man den Hund umplatzieren und ihm klare Regeln und klare Strukturen geben. Dafür sind die Menschen aber viel zu egoistisch, sie lassen das Tier lieber töten, als dass sie ihm ein schönes Leben mit einem anderen Menschen gönnen.

Wir finden solche Dinge sehr traurig, trotzdem müssen wir sie immer wieder miterleben. Es tut uns sehr leid für all die Tiere, nicht nur Hunde, die durch das „Superlebewesen“ Mensch grundlos sterben müssen. Wir lieben Hunde und würden vieles dafür tun, sie vor dem Spruch:“ Es ist ja nur ein Hund.“ zu retten. Also läuft nicht einfach zum Tierarzt, sondern übernimmt Verantwortung und wenn ihr dies nicht könnt, seid wenigstens ehrlich zu euch selbst und nicht dermassen egoistisch, das ihr vom Umplatzieren abseht.

Wir wissen, dass auch sogenannte Hundetrainer oder Tierpsychologen tatsächlich manchmal schnell der Meinung sind, dass man den Hund einschläfern muss, da dieser nicht gesellschaftsfähig sei. Wir können euch sagen, dass viele dieser Trainer nicht den Mum haben, ehrlich mit den Hundehaltern zu sein, zum Teil schlecht oder gar nicht ausgebildet sind und dann oftmals lieber den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Ganz zu schweigen von den Tierärzten, welche gesunde, junge Tiere euthanasieren. Fragt sich, wieso sind diese Leute Hundetrainer, Tierpsycholog oder Tierarzt? Weil Sie Tiere lieben?

Meldet euch, wenn ihr Probleme habt mit dem Hund. Wir sind sicher, dass wir eine Lösung finden.

Es hat nicht jeder Mensch einen treuen Begleiter verdient, aber jeder Hund hat einen guten, fairen aber konsequenten Menschen verdient. In Anbetracht dessen, was wir den Hunden schon alles angetan haben, wäre es das wenigste, was wir ihnen entgegenbringen könnten!